Oliebollen (Joris vL)

 

Einleitung:
Oliebollen sind eine traditionelle niederländische Spezialität, die besonders zu Silvester und Winterfesten gegessen wird. Diese süßen, frittierten Teigbällchen ähneln deutschen Krapfen oder Quarkbällchen, sind aber einzigartig in ihrer Zubereitung und oft mit Rosinen oder Apfelstückchen verfeinert. In der Vergangenheit wurden Oliebollen auch von Seefahrern an Bord genossen, da sie sättigend waren und gut auf längeren Reisen hielten.

Zutaten (für ca. 20 Oliebollen):

• 500 g Mehl (gesiebt)
• 10 g Trockenhefe (oder 25 g frische Hefe)
• 300 ml lauwarme Milch
• 2 Eier (Raumtemperatur)
• 50 g Zucker
• 1 TL Salz
• 150 g Rosinen (in Rum oder Wasser eingeweicht)
• 1 Apfel (gewürfelt)
• 1 EL Zitronensaft
• 1 EL Butter (geschmolzen)
• 1 Liter Pflanzenöl (zum Frittieren)
• Puderzucker (zum Bestreuen)

Zubereitung:

  1. Vorbereitung der Rosinen:
    Die Rosinen mindestens 30 Minuten in warmem Wasser oder Rum einweichen. Anschließend abtropfen lassen und trocken tupfen.
  2. Hefeteig herstellen:
    • Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen.
    • In einer großen Schüssel Mehl, Zucker und Salz vermengen.
    • Die Eier und die aufgelöste Hefe hinzufügen. Alles gut mit einem Holzlöffel oder Handmixer verrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
    • Die geschmolzene Butter und die Rosinen unterrühren.
    • Den Apfel in kleine Würfel schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und ebenfalls unter den Teig heben.
  3. Teig ruhen lassen:
    Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  4. Frittieren:
    • Das Öl in einem großen Topf oder einer Fritteuse auf 180 °C erhitzen.
    • Mit zwei Löffeln oder einem Eiskugelportionierer kleine Portionen Teig abstechen und vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen.
    • Die Oliebollen goldbraun frittieren (ca. 4-5 Minuten), dabei regelmäßig wenden.
    • Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  5. Servieren:
    Die warmen Oliebollen großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Seemanns-Tipp:
In der Vergangenheit wurden Oliebollen oft auf Segelschiffen gebacken, wenn das Wetter ruhig war. Die Zutaten hielten lange an Bord, und der Duft von frisch frittierten Oliebollen verbreitete sich über das gesamte Deck – eine köstliche Erinnerung an die Heimat.

 

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